Beim „Vogelschießen“ pfiffen die Kugeln

Wie viele andere Harzer Schützengilden kann auch die Benneckensteiner Schützenkompanie eine Gründungsurkunde nicht vorweisen. Wenn die Benneckensteiner Schützenbrüder und –Schwestern um Hauptmann Ulrich Scherzer trotzdem in diesem Jahr ihren 260-jährigen Geburtstag begehen können, so geschieht das auf Grundlage einer Erstnennung. Eine Erzählung aus dem Stadtarchiv von Jürgen Kohlrausch.

Weiter lesen

Wie die Polizeistunde um Mitternacht in Benneckenstein eingeführt wurde

Obwohl die alten Benneckensteiner noch nie finanziell auf Rosen gebettet waren, so soll ihnen doch ein gewisser Hang zum Feiern und zum leichtfertigen Geldausgeben eigen gewesen sein. Hinweise darauf finden sich in Aufzeichnungen des öfteren. Ein Beispiel lieferte Oberförster Schlobach 1908, als er hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse unter anderem bemerkte, dass die Benneckensteiner keine Rechner und Sparer seien sowie einer Putz- und Vergnügungssucht verfallen seien – was die für Benneckenstein bezeichnenden Zwangsversteigerungen zum größten Teil erkläre.

Weiter lesen

Mit dem Handwagen nach Magdeburg

Benneckenstein war nicht nur Stadt der Boxer, der Sanges- und Vereinsfreudigen, der Nagelschmiede, der Wilddiebe und der Preußenverehrer – nein, Benneckenstein war im 19. Jahrhundert auch die Stadt der Handelsleute und Hausierer. Hunderte von ihnen hat es in der etwa 4000-Einwohner-Stadt gegeben. In keinem anderen Harzort war dieses Gewebe so ausgeprägt wie hier.

Weiter lesen

Aus dem Stadtarchiv: Hoffentlich „Winterthur“ versichert

Wenn in früheren Jahrhunderten das Feuerhorn ertönte und die Spritzenmannschaften mit ihren pferdebespannten Pumpen- Leitern- und Schlauchwagen zum Einsatzort eilten, fuhr auch immer das persönliche Risiko mit. Wer bei der Ausübung der Löscharbeiten einen gesundheitlichen Schaden erlitt, der musste damals um die Existenz seiner Familie fürchten und auf eine geringe Unterstützung durch die Feuer-Sozietät hoffen.

Weiter lesen

Das Gefängnis in Benneckenstein

Neben einem Kreisgericht verfügte Benneckenstein im 19. Jahrhundert auch über ein eigenes „Criminal Gefängnis“ in der Oberstadt Nr.7. Das war eine praktische Einrichtung: Nachdem die „Kreisgerichts Commission“ unter Vorsitz des Bürgermeisters die leichten Fälle verhandelten, konnten die zu Arrest Verurteilten sogleich nebenan im 1786 erbauten kleinen Gefangenenhaus, Wand an Wand zum Gerichtsdiener, ihre mehr oder weniger verdiente Strafe antreten – und absitzen!

Weiter lesen