Trockengelegt

Ende März ging es auf einmal ganz schnell: Das Bauordnungsamt des Landkreises Harz verfügte eine Nutzungsuntersagung des Harzbades. Damit bleibt es bis zur Sanierung geschlossen. Wann und ob das passieren wird, ist derzeit nicht geklärt.

Das Dach des Harzbades ist mittlerweile so defekt, dass keiner mehr die Verantwortung für eine Weiternutzung übernehmen wollte. „ Ein durch das Bauordnungsamt empfohlener Prüfstatiker hat unmittelbar nach der Schließung die bauliche Anlage besichtigt und die Notwendigkeit der Schließung bestätigt“, sagte Thomas Schult von Tourismusbetrieb Oberharz.

Damit ist eingetreten, was sich schon eine Zeit lang abzeichnete: Das Harzbad ist baulich gesehen am Ende. Derzeit werden laut dem Tourismusbetrieb die Mängel im Detail erfasst, um Sanierungsvorschläge zu erarbeiten. Unklar ist dabei ebenso, woher das Geld für eine Sanierung kommen soll. „Damit ist ein regionales Planungsbüro beauftragt“, so Schult.

Die Bürgerinitiative „Pro Harzbad“ hat das zum Anlass genommen, den aktuellen Stand in Richtung Landtag von Sachsen-Anhalt weiterzugeben. Aus Sicht der Initiative stellt sich eine Sanierung als sicherheitsrelevant dar und ist somit keine freiwillige Leistung mehr, die die Stadt Oberharz am Brocken aufgrund der Haushaltslage nicht finanzieren darf. Der Fokus seitens der Initiative liegt dabei nicht auf einem Erweiterungs- und Neubau des Harzbades, der von der Stadt Oberharz am Brocken mit 10 Mio. Euro veranschlagt wurde. „Die Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt und die Sanierung des jetzt bestehenden Harzbades ein, die auf rund eine Millionen Euro beziffert wurde“, so Nadine Albrecht.

So bleibt derzeit völlig offen, ob die Becken des Harzbades nicht auf Dauer trockengelegt bleiben.