Das Ende einer Ära: Die letzte Ausgabe des Benneckensteiner Boten

Ab sofort ist die neue Ausgabe des Benneckensteiner Boten im Handel. Es wird allerdings die Letzte ihrer Art sein. Nach mehr als 15 Jahren hat das Format ausgedient. Das Aus trifft auf ein lachendes und einem weinendes Auge: Der gesamte investierte Zeitaufwand gilt den neuen Medien.

Die Zeiten wandeln sich - und davon war in den letzten Jahren auch der Benneckensteiner Bote betroffen. Trotz Steigerung der Zeitenzahlen auf durchschnittlich 12 Seiten, zu jeder Ausgabe ein neues Titelbild und der Mischung aus aktuellen sowie historischen Themen nahm die Zahl der verkauften Exemplare stetig ab. Der Benneckensteiner Bote befindet sich da in guter Gesellschaft zu vielen anderen Printmedien. Mit der monatlichen Veröffentlichung spielte auch der zeitliche Verzug sicher eine Rolle. Trotzdem "trifft" das Aus eine Vielzahl von Stammlesern. "Für viele Leser ist nach der Ankündigung im September dieses Jahres quasi eine´Welt´zusammengebrochen", sagt Sebastian Köppen.

Die Erstellung hat jeden Monat jede Menge Zeit gebunden. Diese soll in Zukunft für die neuen Medien genutzt werden. Insbesondere an der Aktualität soll weiter gearbeitet werden. "Wir haben eine über Jahre gewachsene Informationsstruktur auf die Beine gestellt. Ich würde mich freuen, wenn die Vereine, die Stadt und alle weiteren Aktiven die auch weiterhin nutzen". Es gibt viele Nutzer, die regelmäßig auf der Seite vorbeischauen: ob ehemaliger Benneckensteiner oder Tages- und Wochenendeausflügler. Aber auch Themen wie aktuelle die Situation beim Thema Harzbad erhalten eine regionale Ausstrahlung. Dabei spielt die Präsenz in den sozialen Medien wie Facebook ebenso eine wichtige Rolle.

Hinzu kommt, dass Jürgen Kohlrausch ein ganzes Stück kürzer treten möchten. Er hat den Benneckensteiner Boten seit dem ersten Tag begleitet, ja geprägt. "Er hat mir versprochen, dass wir noch das eine oder andere vom ihm lesen werden", so Sebastian Köppen. Das Angebot wird gerne angenommen.

Als kleines Dankeschön gibt es alle Ausgaben des Benneckensteiner Boten seit März 2012 jeweils zum Preis von 0,50 Euro. Die Einahmen fließen ausnahmslos in das Projekt.