Viele Laternen beim Martinsumzug

Das Teilen steht bei St. Martin jedes Jahr im Vordergrund. Aber natürlich spielen gerade die unterschiedlichen, am besten noch selbst gebastelten Laternen der Kinder, eine sehr große Rolle. In Benneckenstein begeistert das immer mehr.

Selten hat ein Benneckensteiner Martinsumzug so viel Beteiligung gefunden, wie am vergangenen Mittwoch. 170 Würstchen mit Brötchen wurden von Kinder, Eltern und Großeltern gegessen. Warme und kalte Getränke sowie Stockbrot wurden durch den Feuerwehr-Förderverein organisiert. Die Getränke spendierte die Feuerwehr, die Würstchen die Kirchengemeinde.

Viele bunte Lampions und Fackeln hatten sich ab 17:30 Uhr auf den Weg gemacht, der diesmal durch die Oberstadt und den Straßenzug „Wildenbach“ führte. Pfarrer Ernst Wachter, Mitglieder des Kirchenrats Marion Hampe, Katja Stieler, Peggy Rieche und einige Pferde mit Reitern von Ute Ruppenthal geleiteten den Zug unter der zusätzlichen Obhut der Polizei und Feuerwehr sicher bis zum alten Gerätehaus.

Gewissermaßen eine schöne nachbarschaftliche Gemeinschaftsaktion, denn vom Gerätehaus bis zur Kirche sind es nur ein paar Schritte. „Wir möchten es nicht versäumen, Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß für die unbürokratische Hilfe bei der Organisation zu danken, hieß es aus dem Kirchenrat.

In Benneckenstein hat der Laternenumzug seinen Ursprung in einer Anordnung des preußischen Königs, der an einem 5. November bestimmte, von nun ab zum Geburtstag des Reformators Martin Luther einen „allgemeinen Bettag“ abzuhalten. Um jedermann die Möglichkeit zu geben, sich an der Feier beteiligen zu können, ist weiterhin angeordnet worden, dass alle Geschäfte während der Vormittagsstunden ruhen sollen. „Martini“ war geboren. Die Verlegung der Feier in die Abendstunden, die Verbindung mit dem katholischen St. Martinstag (11. November), sowie auch der Laternenumzug hat sich ohne königliche Anordnung im Laufe der Jahre individuell eingebürgert.