Jugendfeuerwehr: Für einen Tag bei der Berufsfeuerwehr

Jugendfeuerwehr im Einsatz (Foto: FFW Benneckenstein)Es ist einer der Berufe, die in der Kinder- und Jugendzeit ganz oben auf der Wunschliste stehen: Feuerwehrmann. Dass dahinter viel mehr als nur ein großer Wunsch steckt, konnten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Benneckenstein am letzten Wochenende selber erfahren. In 36 Stunden galt es einen Berufsfeuerwehrtag zu absolvieren.

Im Rahmen der Jugendfeuerwehr-Ausbildung, die aus der feuerwehrtechnischen Ausbildung und allgemeinen Jugendarbeit besteht, werden die Jugendlichen an die Anforderungen des späteren Feuerwehrdienstes herangeführt und schrittweise in den regulären Einsatzdienst integriert.

Ein jährlicher Höhepunkt, der genau diese Ziele so realistisch wie möglich verfolgt, fand am vergangenen Wochenende statt. Die Jugendfeuerwehr absolvierte einen 36-stündigen Dienst einer Berufsfeuerwehr. Auf Wunsch des Nachwuchs in etwas verlängerter Form. Normalerweise sind bei Berufsfeuerwehren 24-Stunden-Dienste üblich.

Der Dienst erfolgte nach einem festen Ablauf aus vorwiegend praktischer Ausbildung, Fahrzeug- und Gerätepflege, gemeinsames Kochen und Essen sowie der ebenfalls notwendigen Gebäudereinigung. Auch der Spaßfaktor bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung kam nicht zu kurz. Unterbrochen wurden diese Aktivitäten durch Alarmierungen zu realistisch gestalteten Einsatzszenarien, bei denen der Nachwuchs das bereits erlernte Wissen unter Beweis stellen konnte.

So mussten die 17 Jugendfeuerwehrmitglieder eine Personensuche mit Personenrettung aus einem Schacht absolvieren, Verletzte mittels (Rettungs-)Spreizer und einer Rettungsschere aus einem verunfallten PKW befreien, Brände bekämpfen und Personen aus einem verqualmten Treppenhaus retten. Auch das Errichten von provisorischen Ölsperren mittels Schläuchen auf heimischem Gewässer war ein zusätzlicher Einsatzschwerpunkt.

Der Nachwuchs sieht am Ende doch recht geschafft aus (Foto: FFW Benneckenstein)Bei allen Einsatzszenarien wurde stets auf die zuvor in der Theorie erlernten Inhalte wie Brandbekämpfung, Erste Hilfe und Technische Hilfeleistung eingegangen. Begleitet wurden die Jugendlichen ständig von ihren Jugendausbildern und erfahrenen Einsatzkräften, die dafür sorgten, dass alle sowohl gefordert als auch gefördert und zusätzlich alle notwendigen Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Den letzten Einsatz, ein Brandeinsatz auf der Waldschneise in den späten Samstagabendstunden, nutzten die Ausbilder nochmal um sich recht herzlich bei den Jugendlichen für den bisher geleisteten Einsatz und das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. Aber auch die Kinder hatten zu Beginn ihres Dienstwochenendes ein Dankeschön für alle Betreuer und Helfer vorbereitet.

Wer Interesse hat, und zwischen 10-17 Jahre alt ist, kann gerne jeden Mittwoch um 17 Uhr an der Feuerwache vorbei schauen.