Waldbühne: Verein will neues Leben einhauchen

Auftritt der Benneckensteiner Trachtengruppe auf der WaldbühneGibt es eine Möglichkeit, die Waldbühne in Benneckenstein mit neuem Leben zu erfüllen, das Schicksal des Abrisses zu ersparen und ihr wieder eine kulturelle Relevanz zu geben? Diese Frage stellten sich der Bürgermeister der Stadt Oberharz am Brocken, Frank Damsch, und andere vor knapp einem Jahr. Vergangene Woche wurde ein Nutzungsvertrag mit der Stadt unterzeichnet.

Im Mai diesen Jahres gründete sich in Benneckenstein der Verein Kulturrevier Harz e.V.. Initiator war der in Benneckenstein aufgewachsene Theaterregisseur Janek Liebetruth, der bereits am Hans-Otto-Theater in Potsdam, am Schauspiel Stuttgart sowie am Deutschen Nationaltheater Weimar wirkte. Zur Gründung kamen Vertreter aus lokaler Politik, Kultur und interessierte Privatpersonen zusammen. Seitdem wächst die Mitgliedschaft des jungen Vereins stetig und erstreckt sich über alle angrenzenden Bundesländer und darüber hinaus.

Initiator Janek Liebetruth (Foto: Kulturrevier Harz e.V.)Kulturrevier Harz e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kulturlandschaft speziell auf dem Gebiet der darstellenden Künste im Harz länderübergreifend zu fördern und zu bereichern. „Wir möchten im Oberharz das Angebot an anspruchsvoller, professioneller Darstellender Kunst und Kultur für Einheimische und Gäste in allen drei Bundesländern erweitern und verbessern" so der Vereinsvorsitzende Liebetruth. Die teilweise schwierige Finanzlage der Kommunen im Oberharz führten zu einer Ausdünnung des Kulturangebots und hemmten die Möglichkeit der künstlerischen Auseinandersetzung mit streitbaren Themen, heißt es weiter. „Der Harz ist reich an Geschichten, die es wert sind in einem zeitgenössischen Kontext neu entdeckt und behandelt zu werden, dazu gehören die Sagen und Mythen sowie auch die Werke bedeutender Dichter und Denker, die den Harz thematisieren. Damit wollen wir uns vordergründig beschäftigen", erläutert der Regisseur. „Dabei sollen der Diskurs und der Meinungsaustausch eine wichtige Rolle spielen. Grenzen zu erkunden und diese zu überwinden ist etwas, was mich persönlich interessiert. Der Harz muss weiter zusammenwachsen. Dies ist ein Thema, was gerade hier im Dreiländereck thematisiert werden sollte." Ein erstes Modellprojekt ist bereits in Planung und soll ein wichtiger Schritt zur Belebung der Waldbühne Benneckenstein sein.

Letzte Woche unterzeichneten Vertreter des Vereinsvorstandes sowie Bürgermeister Frank Damsch einen Vertrag über die Nutzung der Waldbühne in den Sommermonaten der kommenden Jahre. "Wir freuen uns über die große ideelle Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen von Seiten der Stadt und des Bürgermeisters sowie des zeitweiligen Beauftragten des Landkreises, Hans-Dieter Sturm", so Liebetruth zur Vertragsunterzeichnung.

Der Verein möchte im nächsten Schritt interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden seine Ziele und Vorhaben vorstellen. Er lädt deshalb am 13. Januar 2014 um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Haus des Gastes in Benneckenstein ein.

Informationen zum Verein findet man auch im Internet unter www.kulturrevier-harz.de.