Kultur- und Heimatverein veröffentlicht neues Heimatheft

Der Kultur- und Heimatverein hat das 54. Benneckensteiner Hematheft veröffentlicht. Es ist bereits das 20., das in Benneckensteiner Regie entstanden ist. Schon vor der Gründung des Kultur- und Heimatverein Benneckenstein e.V., Pfingsten 1993, ist vom damaligen (bundesdeutschen) „Heimatverein der Benneckensteiner" die Redaktion des Heftes in die Hände der Benneckensteiner Ortschronisten gelegt worden.

Dieses kleine Jubiläum war ein Anlass, einige Seiten dieser Ausgabe dem Einblick in den gewohnheitsmäßigen Ablauf der Redaktionsarbeit zu widmen. Was die restlichen 160 Seiten betrifft, so sind diese wie immer mit den aktuellen Jahres-Ereignissen, Berichten, Resümees und mit interessanten heimatgeschichtlichen Beiträgen ausgefüllt.

Im Mittelpunkt steht - gewissermaßen als Novum - eine Novelle. Die ist von einem gebürtigen Benneckensteiner namens Wilhelm Mauß 1919 verfasst und danach als Fortsetzungsgeschichte in der Hohensteiner Zeitung von Franz Labusch veröffentlicht worden. Jetzt gibt es also nach über 90 Jahren eine Neuauflage. Der Autor hat in seiner Erzählung „Die Harzschützen" authentische Geschehnisse aus dem 30-jährigen Krieg und dem Überfalls auf Benneckensteins mit einer fiktiven Rahmenhandlung verknüpft. Mord, Intrige und Liebe in Alt-Benneckenstein – was will man mehr?

Gesamtes Titelbild des HeimatheftesDem in diesem Jahr allerorts begangenen 300-jährigen Geburtstag Friedrich des Großen, wurde mit zwei Beiträgen Rechnung getragen. Der in Schwedt lebende Autor Albrecht Schnabel erinnert an den im Wirken und Wesen doch widersprüchlichen Preußenkönig, der für Benneckenstein aber von so großer Bedeutung war, weil er bereits im ersten „Dienstjahr", 1740/ 41 das über die Zeitspanne von 368 Jahren geteilte Dorf geeint und zur Stadt erhoben hat.

Der 110. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Lucks war ebenfalls Anlass, um an den 1986 verstorbenen Benneckensteiner Heimatautoren zu erinnern. F.W. Lucks war Verfasser unzähliger Geschichten, Histörchen, Gedichten und Rezensionen - vor allem aber war er als Wahlthüringer sehr heimatverbunden, ein Benneckensteiner „mit Haut und Haaren". Was der so häufig benutzte Begriff Heimat eigentlich bedeutet, darüber hat sich ein ehemaliger Sorger in aller Ausführlichkeit Gedanken gemacht. Warum ist Heimat mehr als nur der Geburtsort und die Erinnerung an Kindheit, Schulzeit und Geborgenheit im Elternhaus? Im vorläufig letzten Teil „Zeitbilder – Alte Fotos erzählen" überrascht Sie wieder mit einigen noch unveröffentlichten Aufnahmen aus dem umfangreichen fotografischen Nachlass von Horst Wille. Bilder erzählen hier die Geschichte.

Ortschronist Andreas Friese aus Ellrich hat für einige historische Zeitungsnachrichten und Amtliche Mitteilungen aus dem 19. Jahrhundert aufbereitet. Sie sind ebenso kurios wie interessant. Natürlich darf am Ende des Heftes auch wieder geschmunzelt werden. Es sind einige lustige Histörchen aufbereitet. In gewohnter Weise bilden Informationen über Geburtstage, Jubiläen und Todesfälle zusammen mit einigen Lesermeinungen den Schlussteil des Heftes.

Wie immer haben auch fast alle Gewerbetreibenden Benneckensteins und einige aus den Nachbarorten mit ihren Annoncen dazu beigetragen, dass das Heft auch in diesem Jahr wieder so überaus preiswert erworben werde kann.

Danke nochmals an dieser Stelle dafür. In der ersten Dezemberwoche soll das Heimatheft vorliegen.

von Jürgen Kohlrausch

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