Historisches

Hier finden Sie Geschichten, Berichte und Zeugnisse aus vergangenen Benneckensteiner Tagen.

Ich bin ein kleiner König, gib mir nicht so wenig...

Mitte der Fünfziger Jahre: Eine Frau steckt den Kindern etwas in den Beutel (Foto: Wille)In Benneckenstein hat das Silvestersingen eine lange Tradition. Kinder ziehen am letzten Tag des Jahres durch die Straßen, um Verwandten und Bekannten einen kleines Ständchen zu bringen, Glück für das neue Jahr zu wünschen und um dafür kleine Geschenke entgegenzunehmen. Noch heute ertönen in den Hausfluren vereinzelt die Melodien von „Eine goldene Schnur geht um das Haus", „Drei Rosen" oder „Ich bin ein kleiner König".

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Beim „Vogelschießen“ pfiffen die Kugeln

Schützenhaus in den 20-iger Jahren (Foto: Kultur- und Heimatverein)Wie viele andere Harzer Schützengilden kann auch die Benneckensteiner Schützenkompanie eine Gründungsurkunde nicht vorweisen. Wenn die Benneckensteiner Schützenbrüder und –Schwestern um Hauptmann Ulrich Scherzer trotzdem in diesem Jahr ihren 260-jährigen Geburtstag begehen können, so geschieht das auf Grundlage einer Erstnennung. Eine Erzählung aus dem Stadtarchiv von Jürgen Kohlrausch.

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Wie die Polizeistunde um Mitternacht in Benneckenstein eingeführt wurde

Obwohl die alten Benneckensteiner noch nie finanziell auf Rosen gebettet waren, so soll ihnen doch ein gewisser Hang zum Feiern und zum leichtfertigen Geldausgeben eigen gewesen sein. Hinweise darauf finden sich in Aufzeichnungen des öfteren. Ein Beispiel lieferte Oberförster Schlobach 1908, als er hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse unter anderem bemerkte, dass die Benneckensteiner keine Rechner und Sparer seien sowie einer Putz- und Vergnügungssucht verfallen seien – was die für Benneckenstein bezeichnenden Zwangsversteigerungen zum größten Teil erkläre.

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Mit dem Handwagen nach Magdeburg

Benneckenstein war nicht nur Stadt der Boxer, der Sanges- und Vereinsfreudigen, der Nagelschmiede, der Wilddiebe und der Preußenverehrer – nein, Benneckenstein war im 19. Jahrhundert auch die Stadt der Handelsleute und Hausierer. Hunderte von ihnen hat es in der etwa 4000-Einwohner-Stadt gegeben. In keinem anderen Harzort war dieses Gewebe so ausgeprägt wie hier.

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Aus dem Stadtarchiv: Hoffentlich „Winterthur“ versichert

Wenn in früheren Jahrhunderten das Feuerhorn ertönte und die Spritzenmannschaften mit ihren pferdebespannten Pumpen- Leitern- und Schlauchwagen zum Einsatzort eilten, fuhr auch immer das persönliche Risiko mit. Wer bei der Ausübung der Löscharbeiten einen gesundheitlichen Schaden erlitt, der musste damals um die Existenz seiner Familie fürchten und auf eine geringe Unterstützung durch die Feuer-Sozietät hoffen.

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Das Gefängnis in Benneckenstein

Das ehemalige Gefängnis befindet sich heute in der Oberstadt Nr. 7 (Foto:Kohlrausch)Neben einem Kreisgericht verfügte Benneckenstein im 19. Jahrhundert auch über ein eigenes „Criminal Gefängnis“ in der Oberstadt Nr.7. Das war eine praktische Einrichtung: Nachdem die „Kreisgerichts Commission“ unter Vorsitz des Bürgermeisters die leichten Fälle verhandelten, konnten die zu Arrest Verurteilten sogleich nebenan im 1786 erbauten kleinen Gefangenenhaus, Wand an Wand zum Gerichtsdiener, ihre mehr oder weniger verdiente Strafe antreten – und absitzen!

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